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1989/90 - Die BSG Motor WEMA/Aufbau Plauen an der Schwelle zur neuen Zeit

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Die Situation am Beginn der Saison

Wohl keiner konnte zu Beginn der Bezirksligaserie am 19. August 1989 ahnen, welch wichtiges Jahr vor der Plauener Vorzeigemannschaft lag. Inzwischen war die „WEMA“ wie Sie im Volksmund hieß wieder die Nummer Eins in Plauen, denn das Experiment Vorwärts Plauen war 1987 mit der „Verlegung“ der Mannschaft nach Suhl beendet worden. Gute Spieler die bei WEMA-Aufbau zu Führungsspielern wurden, waren vom Armeeclub in die Betriebs Sport Gemeinschaft gewechselt. Dazu gehörten unter anderem Thomas Sesselmann und Uwe Hahn. Letzterer brach im Laufe der Serie 89/90 den „BSG Rekord“ von Legende Werner Bamberger der es immerhin während seiner aktiven Zeit auf 116 Tore gebracht hatte. Er ist damit der beste Plauener BSG-Torjäger, ein Rekord für die Ewigkeit! „Übungsleiter“ (Trainer) Peter Weck hatte in der Saisonvorschau ganz im Stile der Zeit „eine noch größere Stabilität in den Wettkampfleistungen“ gefordert. Denn zu den Eigenheiten der Plauener gehörte in den zurückliegenden Jahren immer wieder, dass Siegesserien unerklärliche Schwächephasen folgten. So konnten seit 1984 nie eine bessere Platzierung als der 5. Platz erreicht werden. Mittelmaß herrschte also vor und das machte sich auch an den Zuschauerzahlen bemerkbar. Um es freundlich auszudrücken: man kannte sich im Vogtlandstadion. Mehr als 600 Zuseher waren eher die Ausnahme. 16 Jahre Bezirksliga und Bezirksklasse (seit dem Abstieg aus der DDR-Liga 1973) hatten das Interesse des ehemals so zahlreichen und enthusiastischen Plauener Publikums ins bodenlose Schwinden lassen.

Fußball wird zur Nebensache

Nun begann also das schicksalsschwere letzte Jahr der DDR für unser Team. Und es ging los wie man es sich nicht besser wünschen kann. Mit 16 Punkten und fast 30 Toren lag man nach 8 Spieltagen verlustpunktfrei an der Spitze der Tabelle. Nur die Motor-Mannschaft aus Zschopau konnte da noch mithalten. Der letzte dieser 8 Auftaktsiege (gegen Lokomotive Zwickau) fiel auf den 21. Oktober 1989. Doch die Realität der Wandlung in der DDR machte Fußball in Plauen zur Nebensache. Immer Samstags im Herbst und Winter wenn im Stadion das Spiel angepfiffen wurde, traf sich ganz Plauen auf der Straße um ab 15:00 Uhr für ein bessere Zukunft zu demonstrieren.

Die zu erwartende Plauener Schwächeperiode kam im Dezember. Am Ende der Hinrunde gab man die Punkte ab, die für den 1. Platz nötig gewesen wären. Zschopau zog vorbei und wieder schien es, dass der ganz große Wurf (Aufstieg) nicht gelingen würde. Die „WEMA“ war Zweiter und sollte es bis zum Ende der Serie bleiben. 18 Siege, 4 Unentschieden und 4 Niederlagen hätten nicht für die DDR-Liga gereicht.

Qualifikation für die neue Sachsenliga

Doch die Politik sollte den Plauenern ausnahmsweise einmal zu Hilfe eilen. Nach dem Wahlsieg des „Bündnis für Deutschland“ mit Lothar de Maiziere und der CDU an der Spitze, stand nach dem 18. März 1990, dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik nichts mehr im Wege. Das führt zur Gründung der fünf neuen Länder (eben auch Sachsens) und einer Neuordnung der ostdeutschen Fußball-Landkarte. Die Landesliga Sachsen wurde aus der Taufe gehoben. Neben Plauen und Zschopau gehörten noch Thalheim und Werdau zu den 4 glücklichen Aufsteigern aus dem ehemaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt.

Die Qualifikation für diese erste Sachsenligasaison war der wohl wichtigste Schritt in der jüngeren Plauener Fußball-Geschichte. Er legte den Grundstock für die nächsten Jahre. Schon ein Jahr später gelang unserem Team, nun wieder als VFC Plauen, der Aufstieg in die 3. Liga (wenn auch nur für ein Jahr). Alle späteren Erfolge wären wohl nicht möglich gewesen ohne die WEMA-Spieler von damals. Deshalb hier noch mal die Mannschaftsaufstellung der damaligen Saison in alphabetischer Reihenfolge.

Mike Albusberger, Thomas Alscher, Gerd Beegen, Jens Dick, Jens Golle, Stefan Häußler, Uwe Hahn, Wolfgang Ihle, Mathias Köhler, Gerd Lorenz, Andreas Meyer, Peter Oheim, Thomas Sesselmann, Jochen Thoß, Thilo Volkmar, Ronald Wolski, Mario Wülfert, Jens-Peter Zschach

Die Abschlusstabelle der Bezirksliga Karl-Marx-Stadt 1989/90

VereinSpieleTorePunkte
1.BSG Motor Zschopau2646:1842:10(Sachsenliga)
2.BSG Motor WEMA/Aufbau Plauen2668:3040:12(Sachsenliga)
3.BSG Motor Werdau2645:2635:17(Sachsenliga)
4.BSG Wismut Aue II2653:3333:19
5.BSG ESDA Thalheim2642:3131:21(Sachsenliga)
6.BSG Motor IFA Karl-Marx-Stadt (N)2638:3226:26
7.BSG Motor "Fritz Heckert" Karl-Marx-Stadt II (N)2653:4125:27
8.BSG Motor Ascota Karl-Marx-Stadt2642:4822:30
9.BSG Motor Thurm (N)2637:4922:30
10.BSG Lokomotive Zwickau2629:4720:32
11.BSG Sachsenring Zwickau II2629:4319:33
12.BSG Motor Lößnitz2623:4118:34
13.TSG Rodewisch (N)2625:5616:36
14.BSG Motor Penig2622:5715:37

 

Die Spiele der Meisterschaft 1989/90 (aus Sicht der BSG Motor WEMA/Aufbau)

GegnerHeimAuswärts
BSG Motor Zschopau4:22:1
BSG Motor Werdau1:31:0
BSG Wismut Aue II1:11:0
BSG ESDA Thalheim3:03:2
BSG Motor IFA Karl-Marx-Stadt3:24:2
BSG Motor "Fritz Heckert" Karl-Marx-Stadt II3:13:1
BSG Motor Ascota Karl-Marx-Stadt4:20:1
BSG Motor Thurm2:01:3
BSG Lokomotive Zwickau5:20:0
BSG Sachsenring Zwickau II4:11:2
BSG Motor Lößnitz2:11:1
TSG Rodewisch6:02:2
BSG Motor Penig6:05:0


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