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1993/94 - Aufbruch zu neuen Ufern

Logo_VFCneuDer VFC Plauen stand vor keiner einfachen Situation damals im Mai 1993. Die Katastrophensaison 91/92 in der Amateuroberliga (Letzter mit gerade mal einem Sieg im ganzen Jahr) wirkte immer noch nach. Von der höchsten Amateurklasse (damals noch die Oberliga) war man abgestiegen in die Landesliga Sachsen und hatte dort 92/93 gerade mal einen neunten Platz erreicht. Die Trainer kamen und gingen und der gesamte Verein wirkte konzeptionslos und ohne Ziel. Die Träume der Fans, die nach der politischen Wende in den Himmel zu wachsen schienen, waren längst einer tristen Realität gewichen. Im Vogtlandstadion tummelten sich teilweise gerade mal 200 bis 300 Zuschauer.

Papritz und seine Mannen - die Hoffnungsträger

Alle Hoffnung richtete sich nun auf einen frischen unverbrauchten Trainer der aus Hoyerswerda nach Plauen wechselte. Frank Papritz, früher selbst gestandener Spieler bei „Schwarze Pumpe“ in der DDR-Liga und dem Nachfolgeverein FSV Hoyerswerda, war kein Mann großer Worte. Er handelte! Gleich fünf seiner Stammspieler brachte er aus Hoywoy mit an die weiße Elster. Männer deren Namen eng verbunden sein sollten mit dem Aufschwung des Plauener Fußballs in den kommenden Jahren: Detlef Rabe, Mike Soschinski, Axel Schröter, Karsten Haasler und Jens Starke bildeten die Korsettstangen des neuen Plauener Teams. Im Verbund mit Torwartlegende Detlef Zimmer und Sturmtank Steffen Haubold sollten sie den VFC nach oben bringen. Die Mannschaft hatte ein komplett anderes Gesicht als in der Vorsaison (insgesamt acht Neue).

Locker und leicht zum Aufstieg

Ausgerechnet am ersten Spieltag verlor der neue VFC sein Heimspiel gegen den SV Tanne Thalheim mit 1:2. Es schien alles so weiter zu gehen wie bisher. Aber ab dem zweiten Spieltag marschierte der VFC durch die Sachsenliga. Man verlor gerade mal noch ein Spiel (auswärts 0:1 in Döbeln) und hatte am Ende satte sieben Punkte Vorsprung (es galt noch die 2-Punkte Regel). In 26 Spielen wurden 60 Tore geschossen. In Erinnerung blieb vielen Fans vor allem das Heimspiel gegen den SV Mörtitz. Der Aufstieg wurde in diesem Match (3 Spieltage vor Schluss!) endgültig klar gemacht und unser Team verwöhnte uns dabei mit einem 9:0. War das ein Spaß! 1150 Zuschauer feierten noch seeeeehr lange.... Noch Jahre später hallte der Schlachtruf „Mörtitz war besser!“ durch unser Stadion, wenn der Gegner mal nicht so gut mitspielte.

PS: Zum Spiel gegen den FV Dresden Nord (am 7. Spieltag) rollte der erste VFC-Fanbus zu einem Auswärtsspiel. Organisiert von VFC-Mannschaftsbetreuer Herbert Büttner (gestorben 2002) und Jörg Kühnemuth vom Fanclub „Mitte“. Der VFC siegte mit 2:1....

Finale im Sachsencup

Nicht nur in der Landesliga sorgte der VFC für Furore. Der Sachsencup wurde zur Bühne für den kleinen Club aus der Fußball-Provinz. In der 1. Hauptrunde kamen unsere „Freunde“ von Erzgebirge Aue um sich einen vermeintlich sicheren Sieg abzuholen. Doch sie erlebten (übrigens nicht zum letzten Mal) Ihr gelb-schwarzes Pokalwunder. 2:0 siegte unser VFC und zwar mehr als verdient. Über die Stationen Borna, Meißen und VfB Leipzig / Amateure, kämpfte sich unser Team bis ins Finale durch. Da es damals die Regel des Heimrechtes für die niederklassige Mannschaft noch nicht gab, mussten wir wegen Lospech beim Oberligisten Sachsen Leipzig antreten. Vor gerade mal 2213 Zuschauern ging der „kleine“ VFC durch ein Traumtor von Steffen „Haube“ Haubold sogar in Führung. Die Sensation blieb aber aus. Der VFC verlor mit 2:1. Dennoch hatte zumindest Fußball-Sachsen mal wieder Notiz genommen vom Plauener Fußball. Es sollte keine Eintagsfliege bleiben, da wuchs etwas heran.

Hallencup gewonnen

Der „Pokal des Oberbürgermeisters“ als Vorgänger des Sternquellcups in der Kurt-Helbig Halle ausgetragen, wurde vom VFC souverän gewonnen. Im Finale im Januar 1994, musste Bayern Hof mit 7:2 die Überlegenheit der Vogtländer anerkennen. Torschützenkönig dieses (damals noch gut besetzten) Turniers wurde Karsten „Hase“ Haasler vom Gastgeber mit acht Treffern.

Die Abschlusstabelle der Sachsenliga 1993/94

VereinSpieleTorePunkte
1.VFC Plauen2666:2041:11(Aufsteiger)
2.Riesaer SV (A)2647:3234:18
3.VfB Leipzig / Amat.2646:2732:20
4.1.FC Dynamo Dresden / Amat.2631:2031:21
5.FV Dresden-Nord (N)2655:3930:20
6.VfB Glauchau (N)2648:4630:20
7.SV Tanne Thalheim2623:2027:25
8.Döbelner SC2645:4525:27
9.SV 1919 Grimma2626:3823:29
10.VfB Zittau2636:4422:30
11.SpVgg Zschopau2620:3120:32
12.SV Rot-Weiß Werdau2629:5518:34(Absteiger)
13.SV Mörtitz (N)2626:5716:36(Absteiger)
14.FSV Budissa Bautzen2630:5415:37(Absteiger)

 

Die Spiele der Meisterschaft 1993/94 (aus Sicht des VFC)

GegnerHeimAuswärts
Riesaer SV4:13:3
VfB Leipzig / Amat.2:11:0
1.FC Dynamo Dresden / Amat.1:12:2
FV Dresden-Nord1:02:1
VfB Glauchau4:05:1
SV Tanne Thalheim1:21:0
Döbelner SC3:00:1
SV 1919 Grimma3:01:1
VfB Zittau5:12:2
SpVgg Zschopau1:01:1
SV Rot-Weiß Werdau4:03:0
SV Mörtitz9:01:1
FSV Budissa Bautzen5:11:0

 

Sachsenpokal (KO System)

VFC Plauen - FC Erzgebirge Aue2:0
VFC Plauen - Bornaer SV 914:1
VFC Plauen - FC Meißen 19901:0 n.V.
VFC Plauen - VfB Leipzig / Amat.2:0
FC Sachsen Leipzig - VFC Plauen2:1


Vogtlandstadion

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